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Das Ortenau Klinikum macht sich für die Schlaganfallprävention stark

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Infobus der „Herzenssache Lebenszeit“ am 3. August 2017 auf dem Sonnenplatz in Lahr

Abbildung: Roter Infobus der Initiative „Herzenssache Lebenszeit“ ©Boehringer Ingelheim

Der rote Infobus der Initiative „Herzenssache Lebenszeit“ ist wieder unterwegs und macht am 3. August Halt in Lahr. ©Boehringer Ingelheim

Lahr, 24. Juli 2017 – Gesundheitsrisiken kennen, Symptome richtig deuten, schnell reagieren – Aufklärung kann Leben retten. Das Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim engagiert sich aktiv für die Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“. Am Donnerstag, den 3. August steht der rote Infobus der Initiative auf dem Sonnenplatz in Lahr. In der Zeit von 10 bis 16 Uhr ist ein Team  des Ortenau Klinikums Lahr-Ettenheim am Infobus in Lahr für Fragen rund ums Thema Schlaganfall und Diabetes vor Ort. Auch die Selbsthilfe und der Rettungsdienst beteiligen sich an der Aktion. Interessierte haben hier die Möglichkeit, im direkten Gespräch mit Ärzten und Fachkräften offene Fragen zu klären und ihr persönliches Schlaganfall- und Diabetes-Risiko testen zu lassen. Informationsmaterialien sorgen für zusätzliche Aufklärung über Risikofaktoren und Symptome des Schlaganfalls.

„Unser Engagement als Klinik geht über die eigentliche Versorgung von Patienten hinaus“, so Priv.-Doz. Dr. Christian Blahak, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim. „Durch unsere Beratung der Menschen vor Ort möchten wir dazu beitragen, über bessere Kenntnis der Risikofaktoren und entsprechende Verhaltensmaßnahmen zukünftig Schlaganfälle zu verhindern. Daneben ist eine kontinuierliche Aufklärung über die typischen Symptome des Schlaganfalls wichtig, da nur durch ein rasches Erkennen und eine notfallmäßige Einweisung in eine Schlaganfallspezialstation eine Akutbehandlung zur Wiedereröffnung des verschlossenen Hirngefäßes möglich ist.“

Schlaganfall und Diabetes: Zwei gefährliche Erkrankungen über deren Risikofaktoren viele Menschen noch zu wenig wissen. Dabei erleiden hierzulande rund 270.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Zwischen 50 bis 70 Prozent aller Schlaganfall-Erkrankungen ließen sich durch gezielte Vorsorgemaßnahmen und Förderung einer gesunden Lebensweise verhindern. Auch von einer Störung des Zucker-Stoffwechsels sind viele Menschen betroffen. Bei etwa 7 bis 8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland ist ein sogenannter Typ-2-Diabetes diagnostiziert worden. Inklusive einer Dunkelziffer von etwa zwei Millionen Menschen wird die Anzahl der Betroffenen auf 7,6 Millionen geschätzt. Deutschland gehört somit weltweit zu den zehn Ländern mit der höchsten absoluten Anzahl an Menschen mit Diabetes mellitus. Besonders bedeutsam ist dabei, dass der Diabetes mellitus ein wichtiger Risikofaktor für den Schlaganfall ist: Etwa jeder fünfte Schlaganfall-Patient ist Diabetiker. Patienten, die an Diabetes erkrankt sind und einen Schlaganfall erleiden, haben laut einer aktuellen Studie eine um bis zu zwölf Jahre verkürzte Lebenserwartung.

Die bundesweite Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ wurde gemeinsam mit einer Reihe von nationalen Fachgesellschaften und Verbänden, unter anderem der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), von der Firma Boehringer Ingelheim initiiert. Diesjähriger Schirmherr der „Herzenssache Lebenszeit“ ist Karl Kardinal Lehmann, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz: „Gern möchte ich meinen Teil zu diesem wichtigen Projekt beitragen. Da ich selbst Erfahrungen mit den beiden Krankheiten habe, liegt mir die Initiative ‚Herzenssache Lebenszeit‘ sehr am Herzen. Gesundheit ist ein hohes Gut, deshalb sind präventive Bemühungen immens wichtig“.