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Krankenhausausschuss beschließt Zusammenlegung der Klinikapotheken

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Pharmazeutische Beratung von Ärzten, Pflegern und Patienten am Standort Lahr kann deutlich gestärkt werden

Offenburg, 11. Juli 2017 – Um Synergien im Klinikverbund zu nutzen, führt das Ortenau Klinikum seine beiden Krankenhausapotheken am Ortenau Klinikum in Lahr und in Offenburg ab dem 1. September 2018 am Standort Ebertplatz in Offenburg zusammen. Einen entsprechenden Beschluss hat der Krankenhausausschuss des Ortenaukreises heute mehrheitlich in Offenburg gefasst.

„Durch das Zusammenlegen beider Apotheken kann das Ortenau Klinikum rund 300.000 Euro pro Jahr an Kosten einsparen, ohne größere Baumaßnahmen durchführen zu müssen“, erläuterte Ortenau Klinikum Geschäftsführer Christian Keller in der Sitzung des Krankenhausausschusses.

Die Ausschussmitglieder stützten sich bei ihrer Entscheidung auf die Ergebnisse einer Wirtschaftlichkeitsanalyse, die ein Beratungsunternehmen unter Berücksichtigung aller Aspekte der Apotheken-Fusion durchgeführt hat. Die Untersuchung zeigt, dass neben den unmittelbaren Kosteneinsparungen weitere Wirtschaftlichkeitsverbesserungen erzielt werden können. So wird es im Verlauf der Zusammenlegung beispielsweise durch den Verzicht auf die doppelte Lagerung von Medikamenten möglich sein, den Betrieb der Apotheke noch deutlich wirtschaftlicher aufzustellen.

Das Konzept zur Zusammenführung der beiden Apotheken beachtet insbesondere, dass auch ohne eine eigenständige Krankenhausapotheke der Standort Lahr selbst und die bisher mitversorgten Standorte Wolfach und Ettenheim nicht qualitativ schlechter gestellt werden. Dies gilt insbesondere in Bereichen wie der Logistik oder der patientenindividuellen Zubereitung von Zytostatika sowie im Bereich der klinisch-pharmazeutischen Dienstleistungen wie beispielsweise Arzneimittelanamnesen oder Beratungen zur antiinfektiösen Therapie.

„Der Versorgungsgrad und die Versorgungstiefe der Stationen, Funktionsbereiche und des Zentral-OP am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim werden auch künftig auf exzellentem Niveau sein“, betont Keller. Auch die Qualität der Patientenversorgung, vor allem von onkologischen Patienten, werde insgesamt gesichert. Darüber hinaus werden durch die Zusammenführung die Voraussetzungen für einen qualitativ abgestimmten Ausbau der klinischen Pharmazie an beiden Standorten geschaffen. Die Restrukturierung begünstigt eine weitere Verlagerung der Leistungsschwerpunkte der Apotheker weg von der Versorgungslogistik hin zur klinischen Pharmazie. Dadurch könne die Versorgungsqualität und die klinisch-pharmazeutische Beratung von Ärzten, Pflegern und Patienten auch am Ortenau Klinikum in Lahr deutlich gestärkt werden.

Das Konzept sieht vor, dass ein klinischer Apotheker am Ortenau Klinikum in Lahr etabliert wird und hochwertige pharmazeutische Dienstleistungen vor Ort auf den Station übernehmen. Die Arzneimittel- und Medikalprodukteversorgung der gesamten Bereiche wird künftig durch die Stationsassistentinnen gewährleistet, das gesamte Sachmittelmanagement in die Hände der Apothekenmittarbeiterinnen gelegt. Dadurch wird das Pflegepersonal von entsprechenden Aufgaben entlastet.

Die Zusammenführung der Apotheken ist ein Projekt zur kurzfristigen Hebung von Einsparpotenzialen im Verbund des Ortenau Klinikums, die der Krankenhausausschuss am 23. Mai im Rahmen der Zukunftsplanung „Agenda 2030“ beschlossen hatte.