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Schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb ermöglicht wieder elektive Eingriffe

Ehemaliger Fußballnationalspieler setzt auf Expertise der Klinik für Unfall-, Orthopädische und Wirbelsäulenchirurgie am Ortenau Klinikum in Lahr / Klinik spezialisiert auf Schenkelhalsprothesen bei jüngeren Patienten

Das Chirurgen-Team der Fachklinik mit (v.l.n.r.) Dr. Balazs Letai, Dr. Gregor Kopp, Thomas Hensle, Chefarzt Professor Dr. Akhil P. Verheyden und Dr. Lothar Wilhelm.

Röntgenbild der Hüfte eines ehemaligen deutschen Fußballnationalspielers, der sich im Ortenau Klinikum in Lahr diese beiden Schenkelhalsprothesen implantieren lies. Bilder: Ortenau Klinikum

Über viele Monate konnten am Ortenau Klinikum in Lahr aufgrund der coronabedingten Einschränkungen im OP-Programm fast nur Notfalleingriffe durchgeführt werden. Im Zuge der schrittweisen Rückkehr zum Normalbetrieb kann die Klinik für Unfall-, Orthopädische und Wirbelsäulenchirurgie nun auch wieder sämtliche Gelenk ersetzende Operationen durchführen. „Die Weichteil und Knochen schonende Operationstechnik liegt uns ganz besonders am Herzen“, betont Chefarzt Professor Dr. Akhil P. Verheyden, der die Fachklinik und sein Chirurgen-Team mit Thomas Hensle, Dr. Lothar Wilhelm, Dr. Gregor Kopp sowie Dr. Balazs Letai leitet.

„Im Bereich der Hüfte sind wir besonders auf den Gelenkersatz jüngerer Patienten spezialisiert und bieten hier als eine von wenigen Kliniken in Deutschland die Implantation der Schenkelhalsprothese an“, so Professor Verheyden. Erst kürzlich hat sich am Ortenau Klinikum in Lahr ein bereits mit einer Schenkelhalsprothese versorgter ehemaliger deutsche Fußballnationalspieler von Professor Verheyden auch auf der zweiten Seite eine entsprechende Prothese einsetzen lassen.

Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass nur ganz wenig Knochen aus dem Hüftgelenk entfernt werden muss und die Lastaufnahme der Prothese bereits im Schenkelhals stattfindet. Langzeitbeobachtungen zeigen, dass auch nach vielen Jahren kein Knochenschwund im Bereich der Eintrittsstelle am Oberschenkelknochen stattfindet. Somit gehen Mediziner von einer extrem langen Lebensdauer dieser Art von Prothese aus.

Neben dieser Spezialprothese für die jüngeren Patienten versorgt Professor Dr. Verheyden und sein Team Patienten auch mit weiteren Hüftprothesen. „Im Bereich des Gelenkersatzes der Hüfte operieren wir wann immer möglich minimalinvasiv, das heißt mit einer besonders kleinen Einschnittstelle und besonders gewebeschonend“, so der Chefarzt. Die Lahrer Klinik ist als Endoprothesenzentrum zertifiziert, sämtliche Operationen werden anonymisiert in ein zentrales Register eingespeist. So ist die Qualität jederzeit reproduzierbar. In den vergangenen Jahren habe die Klinik überdurchschnittliche Qualitätsergebnisse erzielt, so Professor Dr. Verheyden.

Auch die Kniegelenksendoprothetik ist ein Schwerpunkt der Fachklinik. Der Bereich steht unter der Federführung von Zentrumskoordinator Oberarzt Thomas Hensle, der sich auf dieses Gelenk seit vielen Jahren spezialisiert hat. Er deckt das gesamte Spektrum von isolierter Kniescheibenprothetik über die Schlittenprothese bis zu Standardoberflächenersatzprothesen ab. Hensle legt großen Wert auf die individuelle Beratung des Patienten zur passenden Prothesenauswahl. Ein weiterer Schwerpunkt der Lahrer Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sind Revisionsoperationen bei ausgebrochenen, gelockerten und entzündeten künstlichen Gelenken an Hüfte und Knie.