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Traumanetzwerk Oberrhein: Notfallmediziner treffen sich auf der Landesgartenschau in Lahr

Zusammenarbeit zwischen den Zentren und hohe medizinische Behandlungsqualität bei der Schwerverletztenversorgung sind das Ziel

Die Teilnehmer des Qualitätszirkels im Traumanetzwerk Oberrhein auf der Landesgartenschau in Lahr mit Professor Dr. Akhil P. Verheyden (1. Reihe 3 v. l.). © Ortenau Klinikum

Lahr, 27. Juni 2018 – Wie kann bei einem Schadensereignis ein Massenanfall von Verletzten professionell und schnell versorgt  werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Unfallchirurgen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten im Qualitätszirkel des Traumanetzwerkes Oberrhein, der auf Einladung der Stadt Lahr und des Ortenau Klinikums Lahr-Ettenheim am vergangenen Mittwoch, 27. Juni 2018, auf dem Gelände der Landesgartenschau in Lahr zusammengekommen war.

Das Traumanetzwerk Oberrhein ist ein regionaler Zusammenschluss von Kliniken, die Schwerverletzte behandeln. Mitglieder im Traumanetzwerk Oberrhein sind die Krankenhäuser in Waldshut, Titisee-Neustadt, Lörrach, Breisach, Freiburg, Offenburg und Lahr. „Die Ziele unseres Netzwerkes sind die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung bei der Schwerverletztenversorgung und Ausbildung aller beteiligten Mitarbeiter sowie die Sicherstellung einer hohen medizinischen Behandlungsqualität“, betont Professor Dr. Akhil P. Verheyden, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Orthopädische und Wirbelsäulenchirurgie am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim. Das Traumanetzwerk Oberrhein ist eines von 53 solcher Netzwerke in Deutschland.

Die Landesgartenschau hatten die Veranstalter als Tagungsort bewusst gewählt. Veranstaltungen mit größerem Publikumsandrang stehen besonders im Fokus des Traumanetzwerkes, da bei einem Schadensereignis mit einer Vielzahl von Verletzten zu rechnen ist. „Dann sind die Netzwerkstrukturen besonders gefordert und ermöglichen eine effiziente Versorgung auch vieler Schwerverletzter“, so Professor Verheyden.

Begrüßt wurden die Tagungsteilnehmer durch den ersten Bürgermeister der Stadt Lahr, Guido Schöneboom. Professor. Dr. Akhil. P. Verheyden führte im Anschluss durch das Vortragsprogramm. Dabei hatten die Notfallmediziner besonders die Logistik bei einem Massenanfall von Verletzten am Beispiel eines fiktiven Szenarios auf der Landesgartenschau im Blick.

Aktuelles Beispiel war der erst kürzlich im Europapark ausgebrochene Großbrand. „Hier konnte auf eindrucksvolle Weise die Einsatzfähigkeit der Rettungsmittel und der Logistik im Großschadensfall geprobt werden, ohne dass ein Mensch dabei zu Schaden kam“, so Professor Verheyden. Außerdem stand die Versorgung schwerverletzter Schwangerer auf dem Programm. An die Vorstellung einzelner Behandlungsverläufe von Mehrfachverletzten durch die beteiligten Kliniken schloss sich eine kollegiale Diskussion an. Nach der Beschäftigung mit diesen ernsthaften Themen nutzten viele der über 30 Teilnehmer die Gelegenheit für einen Rundgang über das Gelände der Landesgartenschau.