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Fachkliniken | Lahr Anästhesiologie und operative Intensivmedizin Klinische Anästhesie

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Klinische Anästhesie

Die Anästhesie sorgt für einen möglichst angenehmen Ablauf rund um Ihre Operation und erfüllt höchste Sicherheitsansprüche. Unser Team aus 30 Ärztinnen und Ärzten sowie 20 Fachpflegekräften betreut Sie durchgehend während Ihres Eingriffes und später auch im Aufwachraum. Als Weiterbildungsstätte für Ärzte, Pflegekräfte und Rettungsdienstmitarbeiter sind wir mit den ständigen Neuerungen und dem Wissenszuwachs aus der Forschung immer auf der Höhe des medizinischen Fortschrittes, ohne dabei die Individualität jedes einzelnen Patienten aus den Augen zu verlieren.

Im Jahr werden über 10.000 Anästhesieleistungen durchgeführt. Davon etwa 1.000 am Standort Ettenheim. In den 10 hochmodernen Operationssälen werden Sie mit Narkosegeräten und Überwachungsmonitoren nach neustem Stand der Technik behandelt. Ihre lebenswichtigen Körperfunktionen werden ständig überwacht und bei Bedarf unterstützt.

Um den Verlust Ihres eigenen Blutes möglichst gering zu halten und die Verabreichung von Fremdblut mittels Bluttransfusion zu vermeiden, bieten wir bei längeren, planbaren Eingriffen wie Gelenkersatz der Hüfte und des Knies eine Eigenblutspende vor der OP an. Des Weiteren findet bei bestimmten Eingriffen regelhaft eine Aufbereitung und anschließende Rückgabe des verlorenen Blutes statt.

Dank der Einführung neuer Medikamente und Verfahren ist die Narkose deutlich verträglicher als in früheren Zeiten. Übelkeit und Erbrechen treten nur noch in Einzelfällen auf und sind auch dann besser behandelbar. Auch die Auswirkungen auf Gehirn und Gesamtorganismus fallen geringer aus. So fühlen Sie sich schnell wieder besser!

Narkose

In der Regel beginnen wir die Vorbereitung sowie die Narkose in einem unserer sechs Einleitungsräume. Dort wird die Narkose begonnen oder die regionale Betäubung gesetzt. Bei der Vollnarkose geschieht alles Weitere nach dem Einschlafen. Nach der Operation wird die Narkose beendet und meist erwacht man erst im Aufwachraum. Dort verbleiben Sie noch bis Ihre Schmerzen gut behandelt sind, alle wichtigen Körperfunktionen normal sind und wir Sie guten Gewissens auf die Station verlegen können.

Unser Narkosearbeitsplatz besteht aus einem hochmodernen Narkosegerät zur schonenden Beatmung und Narkoseführung sowie neuestem Monitoring zur ständigen Überwachung aller wichtigen Herz-Kreislauf-Parameter.

Am Standort Lahr betreuen wir Sie in einem der 10 hochmodernen Operationssälen. In Lahr führen wir Narkosen für die Fachgebiete Allgemein-, Gefäß-, Thoraxchirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Neurochirurgie, Urologie, Gynäkologie, Geburtshilfe sowie Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde durch. Außerdem führen wir auch Anästhesieleistungen an verschiedenen Außenarbeitsplätzen wie z. B. im CT, MRT oder im Herzkatheter durch.

An unserem Standort in Ettenheim wird durch unsere Klinik ein Team aus Anästhesisten und Fachpflege für den OP und den Aufwachraum zur Verfügung gestellt. Hier können alle anästhesiologischen Verfahren wie in Lahr angeboten werden. Besteht bei Ihnen ein hohes Narkoserisiko, bedürfen Sie spezieller intensivmedizinsicher Betreuung nach dem Eingriff oder sind Probleme bei einer Vornarkose aufgetreten, ist eine Versorgung in Lahr sinnvoll. Patienten die in Ettenheim operiert werden, kommen bereits einige Tage zuvor zum Narkosevorgespräch in unsere Ambulanz auf der Station E1.

Im Narkosevorgespräch (sog. Prämedikationsvisite) findet ein erster Kontakt zwischen Narkosearzt und Patient zur bestmöglichen Vorbereitung auf die bevorstehende Begleitung während der Operation statt. Im persönlichen Gespräch nehmen wir uns Zeit, Sie und Ihre Krankheitsgeschichte kennen zu lernen, um persönliche Risiken zu erkennen und ggf. zu minimieren.

Was wir mit Ihnen besprechen

Hier sind uns Ihr aktueller Medikamentenplan sowie Befunde von vorherigen Krankenhausaufenthalten oder Berichte von niedergelassenen Spezialisten und Ihrem Hausarzt eine große Hilfe. Bitte bringen Sie diese Unterlagen zu Ihrem Vorgespräch mit in unsere Ambulanz.

Des Weiteren besprechen wir mit Ihnen das individuelle Vorgehen und die unterschiedlichen infrage kommenden Betäubungsverfahren und klären Sie über Ihr persönliches Risiko auf. Dabei sind bei manchen Eingriffen mehrere Narkoseformen möglich, bei anderen Eingriffen nur eine Narkoseform und wiederum bei anderen ist eine Kombination verschiedener Verfahren von Vorteil. Sofern medizinisch möglich, berücksichtigen wir selbstverständlich Ihre Wünsche und Präferenzen für ein bestimmtes Anästhesie-Verfahren.

In Lahr findet das Narkosegespräch in unserer Ambulanz im Erdgeschoss in Zimmer 19 statt. Am Standort Ettenheim finden Sie uns auf der Station E1 im ersten Obergeschoss.

Eigenblutspende

Ist bei Ihnen ein Eingriff geplant, der ein erhöhtes Blutungsrisiko aufweist, können Sie einige Wochen zuvor Ihr eigenes Blut spenden. Dieses wird in Zusammenarbeit mit dem DRK-Blutspendedienst in Baden-Baden aufbereitet und steht zum Operationstermin zur Verfügung. So kann meist auf die Gabe von Fremdblut verzichtet werden. Ob Sie für die Eigenblutspende geeignet sind und die Zeit bis zum OP-Termin zur ausreichenden Nachbildung Ihres Blutes reicht, erfahren Sie beim Narkosevorgespräch.

Unser Leistungsspektrum

Um Operationen, diagnostische sowie therapeutische Eingriffe für Sie schmerzlos und möglichst angenehm zu gestalten, bietet unsere Klinik für Anästhesiologie eine Fülle von Methoden und Verfahren an. Was wir Ihnen für Ihre geplante Behandlung und entsprechend Ihres Gesundheitszustandes individuell anbieten können, erfahren Sie vor der Operation im Narkosevorgespräch.

Zur bestmöglichen Überwachung der Vitalfunktionen steht modernste invasive sowie nicht-invasive Überwachung zur Verfügung:

  • arterielle Blutdruckmessung
  • Hirndruckmessung bei Schädel-Hirn-Traumata
  • erweitertes Herz-Kreislauf-Funktionsmonitoring (PICCO)
  • Nah-Infrarot-Spektroskopie zur Überwachung der Sauerstoffversorgung des Gehirns (INVOS)
  • Transthorakale Echocardiographie
  • Blutgasanalyse

Hier wird über einen Venenzugang medikamentös ein künstlicher Schlaf herbeigeführt. Nachdem Sie eingeschlafen sind, wird die Atmung maschinell über einen Atemschlauch (Tubus) oder eine Rachenmaske (Larynxmaske) übernommen bzw. unterstützt. Nach dem Ende der Operation wird die Atemhilfe wieder entfernt und Sie erwachen spätestens im Aufwachraum.

Die moderne Anästhesie bietet viel mehr als nur eine Vollnarkose. Dank diverser örtlicher Betäubungsverfahren kann eine Schmerz- und Empfindungsfreiheit auch nur an einzelnen Gliedmaßen oder unterhalb des Bauchnabels erreicht werden. Wichtige Körperfunktionen wie Atmung und Herz-Kreislauf-Regulation werden so nicht beeinflusst. Auch das Gehirn wird von solchen sogenannten Regionalverfahren nicht beeinträchtigt. Während des Eingriffs werden Sie ggf. in einen leichten Dämmerschlaf versetzt.

Für große Baucheingriffe sowie für die Versorgung mit künstlichen Gelenken im Bereich von Schulter und Knie bieten wir sogenannte Katheterverfahren an. Hierbei wird vor der Operation ein etwa 1 mm dünner Plastikkatheter nahe an die schmerzleitenden Nerven des Operationsgebiets gelegt. Über diesen Plastikschlauch (Schmerzmittelkatheter) wird mittels Spritzenpumpe kontinuierlich ein örtliches Betäubungsmittel (vergleichbar zur Betäubung beim Zahnarzt) in der Nähe des Nervs appliziert. So kann eine deutliche Schmerzlinderung bis zur Schmerzfreiheit erreicht werden und auf auf den gesamten Körper wirkende, starke Schmerzmittel meist verzichtet werden. Dieser Schmerzkatheter kann bis zu einer Woche belassen werden und wird zweimal täglich durch unseren Akutschmerzdienst kontrolliert.

Ärztliche Leitung

Abbildung Prof. Dr. Georg Mols

Prof. Dr. Georg Mols
Chefarzt
Facharzt für Anästhesiologie und Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin
D.E.A.A. Dipl. Gesundheitsökonom

Curriculum Vitae von Prof. Dr. Georg Mols als PDF-Download

Sekretariat

Angelika Himmelsbach, Helga Wilhelm, Ute Edte
Tel. 07821 93-2651
Fax 07821 93-2066
E-Mail: anaesthesie(at)le.ortenau-klinikum.de

Das Sekretariat ist Mo–Do 8–16 Uhr sowie Fr 8–14 Uhr besetzt.

Frau Himmelsbach, Frau Wilhelm und Frau Edte stehen im Wechsel als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.