×

Lahr: 07821 93-0
Ettenheim: 07822 430-0

Fachkliniken | Lahr Rhythmologie

Zurück zur Fachklinik

Sektion Rhythmologie

„Wenn das Herz aus dem Takt gerät …“

Die neue Sektion Rhythmologie ist spezialisiert auf die Behandlung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Oftmals reicht eine medikamentöse Therapie nicht aus, um dauerhaft ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Für unsere invasiven Eingriffe (Elektrophysiologische Untersuchung und Ablationstherapie) steht uns ein neu ausgestattetes Untersuchungslabor zur Verfügung. Mithilfe des dreidimensionalen Mappingssystems Carto 3 der Firma Biosense Webster können Rhythmusstörungen analysiert und gezielt behandelt werden. Ablationen (Verödungen) können bei uns entweder mit den klassischen Radiofrequenzverfahren oder auch mit dem Kälteverfahren erfolgen – dies wird individuell mit dem Patienten abgestimmt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sektion liegt in der Implantation und Nachsorge von Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren. In diesem Bereich erfolgt eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik für Kardiologie, Pneumologie und der Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Throaxchirurgie. Ambulante Abklärung und Diagnostik, sowie Vorgespräche zu Eingriffen können auch in unserer Rhythmussprechstunde im MVZ Lahr erfolgen.

Leistungsspektrum

Ein Anstieg des Pulses bei Anstrengung oder Aufregung ist eine ganz normale Reaktion, welche jeder von uns täglich erlebt. Es gibt aber auch Menschen, bei denen Herzrasen ohne ersichtlichen Grund spontan auftritt. Diese krankhafte Form des Herzrasens kann im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung geklärt und gegebenenfalls in derselben Sitzung mittels Ablation behandelt werden.

Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die zurzeit häufigste Rhythmusstörung in Deutschland. Viele Patienten kommen trotz Rhythmusstörung im Alltag gut zurecht – andere leiden vor allem unter Herzrasen, Luftnot, allgemeiner Schwäche oder Leistungsminderung. Bei diesen Patienten kann das Vorhofflimmern effektiv behandelt werden. Die Studien und Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass in diesen Fällen die Ablationsbehandlung deutlich effektiver ist als eine medikamentöse Therapie. Manchmal – besonders bei fortgeschrittener Erkrankung – sind mehrere Eingriffe notwendig, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden kann.

Herzrhythmusstörungen aus den Herzkammern sind glücklicherweise selten. Gerade bei Patienten mit vorbestehender Herzerkrankung können diese jedoch vermehrt auftreten und in manchen Fällen lebensbedrohlich sein. Es drohen Herzrasen, Luftnot, Bewusstseinsverlust oder der plötzliche Herztod. Betroffene Patienten benötigen eine umfangreiche und intensive Betreuung und Behandlung, welche hier im Klinikum Lahr zur Verfügung steht. Oftmals besteht die Notwendigkeit zur Implantation eines Defibrillators (siehe unten). Weitere Therapieoptionen sind eine medikamentöse Behandlung oder die Katheterablation (Verödung).

Im Ortenau Klinikum Lahr besteht jahrelange Erfahrung in der Implantation und Nachsorge von Herzschrittmachern. Bei langsamem Herzschlag können diese Geräte den Puls aufrechterhalten und die Lebensqualität verbessern. Je nach Indikation stehen unterschiedliche moderne Typen von Herzschrittmachern zur Verfügung. Bei spezieller Notwendigkeit können auch MRT-taugliche Aggregate implantiert werden.

Bei Patienten mit fortgeschrittener Herzerkrankung besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines plötzlichen Herztodes. Hierbei kommt es aufgrund von Kammerrhythmusstörungen (Ventrikuläre Tachykardie oder Kammerflimmern) zum Kreislaufstillstand. Eine rechtzeitige Defibrillation ist lebensrettend. Für Patienten mit hohem Risiko wird vorab ein solches Gerät unter die Haut implantiert, damit im Ernstfall unverzüglich ein Stromschlag abgegeben werden kann. Im Klinikum Lahr besteht schon seit vielen Jahren Erfahrung in der Implantation und Nachsorge derartiger Systeme. Bei speziellem Bedarf besteht außerdem die Möglichkeit zur Implantation eines MRT-fähigen Aggregates oder eines rein subcutanen Defibrillators, welcher ohne Sonden im Herz funktioniert.

Bei ausgewählten Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche ist es möglich, durch gezielte Stimulation beider Herzkammern die Pumpkraft des Herzens zu verbessern. Die Resynchronisation erfolgt über spezielle Herzschrittmacher oder implantierbare Defibrillatoren mit zusätzlicher Sonde für die linke Herzkammer. Diese speziellen Geräte können in unserem modernst ausgestatteten Hybrid-OP implantiert werden.

Gerade für Patienten mit Vorhofflimmern ist eine effektive gerinnungshemmende Therapie erforderlich, um einen drohenden Schlaganfall möglichst zu verhindern. Leider bringt diese Therapie in seltenen Fällen auch Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten mit sich. Nach Prüfung weiterer medikamentöser Optionen kann alternativ eine Vorbeugung des Schlaganfalles durch einen Verschluss des linken Vorhofohres erzielt werden. Hierbei wird mittels eines Katheters über die Leiste ein kleiner Schirm in das linke Vorhofohr gebracht – dieser verhindert effektiv, dass sich dort Blutgerinnsel bilden können.

Ärztliche Leitung

Abbildung: Dr. Robert Pölsler

Dr. med. univ. Robert Pölsler
Leiter Sektion Rhythmologie
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Spezielle Rhythmologie (DGK)
E-Mail: rhythmologie(at)le.ortenau-klinikum.de
Curriculum vitae von Dr. med. univ. Robert Pölsler als PDF-Download

Sekretariat

Susanne Nordau
Tel.  07821 93-2403
Fax 07821 93-2183

E-Mail: kardiologie(at)le.ortenau-klinikum.de

Sprechzeiten

Terminanfragen bitte (möglichst mit EKG-Dokumentation und Vorbefunden) an: rhythmologie(at)le.ortenau-klinikum.de oder über das Sekretariat

Seit Juli verfügt die Medizinische Klinik am Ortenau Klinikum in Lahr über eine neue Sektion – die Rhythmologie unter der Leitung...

Weiterlesen