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Zentren und Schwerpunkte | Lahr Pankreaskarzinom-
zentrum

Pankreaskarzinomzentrum Lahr am Ortenau Klinikum

Behandlung auf internationalem Niveau

Nur ein Dutzend Pankreaskarzinomzentren gibt es in Deutschland, die den hohen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG ) zur Behandlung von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs genügen. Eines davon ist das Pankreaskarzinomzentrum am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim. Es ist nach dem Klinikum Stuttgart die zweite Einrichtung in Baden-Württemberg, die sich „Pankreaskarzinomzentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft“ nennen darf. Diese Zertifizierung garantiert ein Höchstmaß an medizinischen Standards und eine Behandlung auf internationalem Niveau.

Behandlung von Krebs und entzündlichen Erkrankungen

Die Bauchspeicheldrüse ist ein lebenswichtiges Organ. Sie produziert wichtige Enzyme und Hormone wie das Insulin, reguliert die Verdauung und den Blutzucker. Sie sitzt im Oberbauch hinter dem Magen, wo sie in enger Verbindung zu Gefäßen und anderen Organen wie der Leber steht. Behandlungen der Bauchspeicheldrüse sind äußerst komplex und erfordern ein hohes Maß an medizinischen Standards. Am Ortenau Klinikum Lahr haben sich deshalb Spezialisten der Chirurgie, der Inneren Medizin und der Radiologie unter der Leitung von Dr. Werner Lindemann zum Pankreaskarzinomzentrum Lahr zusammengeschlossen. Mit Unterstützung weiterer Fachdisziplinen wie beispielsweise der Pathologie, Onkologie und Psychosomatik werden hier Erkrankungen wie Pankreaskarzinome oder Pankreatitis (Entzündungen der Bauchspeicheldrüse) behandelt. Anfang 2011 wurde das Pankreaskarzinomzentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert und erhielt die Auszeichnung „Pankreaskarzinomzentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft“.

Diagnose

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu diagnostizieren. Klinische Untersuchungen wie Blutabnahmen, bei denen spezifische Enzyme bestimmt werden, lassen meist keine eindeutige Diagnose zu. Deshalb kommen vor Ort spezielle Röntgenuntersuchungen zum Einsatz, etwa Ultraschall oder die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT). Die MRT ist ein sogenanntes bildgebendes Verfahren, bei dem Gewebe und innere Organe mittels starker Magnetfelder bildlich dargestellt werden. So ergeben sich erste Anhaltspunkte auf Tumoren. Ist eine Krebserkrankung diagnostiziert, müssen die Mediziner feststellen, wie weit der Tumor fortgeschritten ist. Dazu dienen beispielsweise die Spiegelung (Gastroskopie) von Magen, Gallen- und Bauchspeicheldrüsengängen, die gezielte Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) sowie Blut-Untersuchungen, bei denen nach bestimmten „Tumormarkern“ gesucht wird. Dies sind Substanzen, die bei Tumorerkrankungen in erhöhter Konzentration im Blut auftreten.

Operation & Chemotherapie

Am Pankreaskarzinomzentrum Lahr erfolgt die operative Behandlung auf internationalem Niveau und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Bei entzündlichen wie tumorösen Erkrankungen werden sämtliche aktuellen Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt. Ist der Krebs auf die Bauchspeicheldrüse beschränkt, entfernt der Chirurg das Organ (ganz oder teilweise) operativ. Zum Einsatz kommen dabei schonende, endoskopische Behandlungsverfahren, etwa die endoskopische Abtragung von (noch) gutartigen Polypen. Ist der Tumor weiter fortgeschritten, müssen gegebenenfalls auch Teile des Magens, Dünndarms und Gallensystems entfernt werden (sogenannte Whipple’sche Operation). Meist folgt im Anschluss an die OP eine Chemotherapie, um die Neubildung von Tumorzellen zu verhindern.

Pankreasresektion, Teil 1
Pankreasresektion, Teil 2
Pankreasresektion, Teil 3

Psychologische Betreuung

Nicht immer lässt sich bei einem Pankreaskarzinom der weitere Krankheitsverlauf vorhersehen. In der psychoonkologischen Betreuung lernen die Patienten, trotz aller Sorgen Kraft und Zuversicht zu schöpfen. Angebote wie Ernährungsberatung bieten weitere Hilfestellung, etwa wenn nach der Entfernung der Bauchspeicheldrüse die von ihr gebildeten Enzyme und Hormone von außen zugeführt werden müssen. Auch die Vermittlung von Selbsthilfegruppen ist Teil des medizinischen Konzepts. Bei Tumorfällen in einem weit fortgeschrittenen Stadium steht die Behandlung von Schmerzen und Komplikationen ganz oben. Ist eine Heilung nicht mehr möglich, werden die Beschwerden des Patienten in einer sogenannten Palliativtherapie bestmöglich gelindert. Betroffene sollen noch möglichst lange beschwerdefrei und in Geborgenheit leben.

Abbildung Zertifikat der Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. OnkoZert

Ärztliche Leitung

Abbildung Dr. Werner Lindemann

Dr. Werner Lindemann
Chefarzt
Arzt für Chirurgie, Viszeral-, und Gefäßchirurgie, Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Onkologie (CAO), der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Transplantation (CAT), der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie (DGVC) 
und dem Bund Deutscher Chirurgen (BDC)

Koordinator

Dr. Lothar Knipping
Facharzt für Chirurgie, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Kontakt

Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim
Pankreaskarzinomzentrum Lahr
Dr. Werner Lindemann
Klosterstraße 19
77933 Lahr
Tel. 07821 93-2301
Fax 07821 93-2060
E-Mail: viszeralchirurgie@le.ortenau-klinikum.de